Wegen Corona: Altpapier und Altkleidersammlung fällt aus

Vieles fällt derzeit aus, Vereinstreffen, Sport, Veranstaltungen.
Jetzt trifft die Corona-Krise auch die Lindauer Kolpingsfamilie: Sie hat nun die Altkleider-und Altpapiersammlung  abgesagt, die am kommenden Wochenende stattfinden sollte.
Nun mag mancher einwerfen, dass es derzeit Wichtigeres gebe als alte Kleidung.
Doch diese und die Zeitungsbündel haben eine wichtige Aufgabe: Ihr Erlös hat über die Jahre hinweg viele soziale Projekte unterstützt. Das fällt nun vorerst weg.
„Ja, sie fällt aus“. Thomas Dirmeier, Vorsitzender der Lindauer Kolpingsfamilie, ist nicht gerade erfreut, dass er diese Absage treffen muss.
Seit über 50 Jahren legen sich jedes Jahr im Frühjahr rund zwei Dutzend Ehrenamtliche der Lindauer Kolpingsfamilie ein Wochenende lang ins Zeug: Wenn kurz vor Ostern ihre Straßenstammlung ansteht.
Tonnenweise laden sie dann Bündel mit alten Zeitungen  und Zeitschriften auf ihre Lastwagen, stapeln Säcke mit gebrauchter Kleidung. Sie engagieren sich im Wissen, dass sie damit soziale Projekte fördern können.
Ob Kindergärten oder Hospiz, ob Behindertenhilfe  oder Vereine wie Frauen in Not: Viele  Einrichtungen in Lindau  und Umgebung  haben in den fünf Jahrzehnten bereits einen Scheck der Kolpingsfamilie erhalten, um damit nur schwer Finanzierbares zu stemmen.
„Mehrere Tausend Euro pro Jahr“ sind das nach Dirmeiers Worten. Geld.
Das in diesem Frühjahr nicht zusammenkommen wird Natürlich waren die Sammelerlöse vor mehreren Jahren schon mal höher als zuletzt, berichtet Dirmeier. Immerhin: Bei den zuletzt gut 20 Tonne Altpapier pro Sammlung sei der Erlös relativ stabil- weil der ZAK den sammelnden Vereinen einen Zuschuss gibt, seit er seine blaue Altpapiertonne  eingeführt hat.
Trotz dieser bequemen Entsorgungsmöglichkeit halten viele Lindauer an der Tradition fest, ihre ausgelesenen Zeitungen sauber zu bündeln und am Sammlungstag an die Straße zu legen.
Anders sehe es im Bereich Altkleider aus. Denn „abhängig vom Marktpreis“ gebe es für gebrauchte Kleidung- vor einem Jahr kamen rund 13 Tonnen zusammen- mal mehr, mal weniger Geld: „Das ist immer eine größere Berg-und Talfahrt.“ Der Vorteil für die Kolpingsfamile: Da alle ehrenamtlich anpacken , kann der Erlös eins zu eins ins Soziale fließen“, wie Dirmeier im Gespräch mit der LZ sagt.
Und soziales Engagement sei nun mal das Hauptziel der Kolpingsfamilie.
Was die Mitglieder aber auch trifft: Sie können wegen Corona in diesem Frühjahr auch nicht die befreundete Kolpingsfamilie im ungarischen Esztergom unterstützen.
Die für Ende April geplante Fahrt dorthin ist ebenfalls abgesagt. Seit über 25 Jahren hilft die Lindauer Gruppe den Kolpingsmitgliedern in der Stadt an der Donau, bringt ihnen beispielsweise gut erhaltene Kleidung mit, damit in Esztergom im Norden Ungarns Bedürftige unterstützt werden können.
Froh ist Dirmeier, dass es mit den vier Altkleidercontainern  im Lindauer Wertstoffhof neben St.Josef sowie an der Zecher Kirche noch eine andere Möglichkeit  gebe, mit aussortierter Kleidung  Gutes zu tun: „Die müssen wir bis zu dreimal pro Woche leeren.“ Dorthin, so hofft er, werden die Lindauer auch ihre Sammelsäcke bringen, wenn die coronabedingten Beschränkungen  wieder gelockert werden. Und wer immer die Möglichkeit habe, solle sein Altpapier  aufheben, bis im Herbst die Lindauer Narrenzunft  zur Straßensammlung startet.

 

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